Eine Backstube für elf Filialen — wie das Brot morgens ankommt
Warum wir zentral in Pfakofen backen statt in jeder Filiale, wie die Auslieferung ab 6 Uhr abläuft und was das für die Qualität bedeutet.
Wer bei uns in Sinzing eine Semmel kauft, kauft dieselbe Semmel wie jemand in Pfakofen. Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht — und es ist eine bewusste Entscheidung.
Eine Backstube, nicht elf
Viele Bäckereien mit mehreren Standorten backen dezentral: In jeder Filiale steht ein Ofen, jede Filiale backt auf. Das hat Vorteile, aber einen großen Nachteil — es schmeckt überall ein bisschen anders.
Wir machen es andersherum. Gebacken wird ausschließlich in Pfakofen, in der Ortsstraße 31, wo auch die Verwaltung sitzt. Von dort geht alles in die elf Filialen.
Der Grund ist einfach: Ein Bauernbrot nach Hausrezept gelingt nicht zufällig. Es hängt an der Teigführung, an der Zeit und an Leuten, die es seit Jahren machen. Diese Erfahrung lässt sich nicht elfmal parallel vorhalten.
Ab sechs Uhr unterwegs
Die Auslieferung fährt jeden Morgen, bevor die Filialen öffnen — mit eigenen Fahrern, nicht mit einer Spedition.
Das ist kein Detail. Wer selbst fährt, weiß, welche Filiale wann öffnet, wo die Ware hingehört und was zu tun ist, wenn etwas fehlt. Ein Fremdunternehmen stellt ab und fährt weiter.
Ab 6 Uhr ist überall geliefert. Was Sie um sechs in Sinzing kaufen, war ein paar Stunden vorher in Pfakofen im Ofen.
Nachts gebacken, nicht vorgefroren
Der wichtigste Punkt steht in einem Satz: Wir backen nachts, wir tauen nicht auf.
Das ist heute nicht mehr selbstverständlich. Vorgefrorene Teiglinge, die in der Filiale in den Ofen wandern, sind bequemer und günstiger. Sie schmecken nur anders — und man merkt es am zweiten Tag.
Seit 1898 in Familienhand
Die Bäckerei gibt es seit 1898. Geführt wird sie in dritter Generation, als Familienbetrieb. Die Zahlen dazu stehen auf unserer Geschichte-Seite.
Was das praktisch bedeutet: Die Rezepte sind nicht eingekauft. Sie sind über Jahrzehnte in diesem Haus entstanden, wurden angepasst, und einige davon backen wir heute noch so wie vor fünfzig Jahren.
Was das Sortiment wechseln lässt
Weil zentral gebacken wird, ist das Sortiment in allen Filialen grundsätzlich gleich. Was schwankt, ist die Menge — und was am späten Nachmittag noch da ist.
Wer etwas Bestimmtes sicher haben möchte, ruft kurz an und lässt es zurücklegen. Das kostet nichts und erspart den Weg umsonst.
Das komplette Sortiment mit allen Broten, Semmeln und Feingebäck-Sorten finden Sie auf der Sortiment-Seite.
Was „Hausrezept” bei uns heißt
Der Begriff steht auf vielen Schildern und meint selten dasselbe. Bei uns heißt er: Das Rezept ist in diesem Haus entstanden und wird hier gepflegt — es kommt nicht aus einer Backmischung mit Rezeptvorschlag auf der Rückseite.
Praktisch merkt man das an Kleinigkeiten. Die Teige brauchen Zeit, die man ihnen geben muss. Die Mengen schwanken mit dem Mehl, und das schwankt mit der Ernte. Wer das ausgleichen will, muss den Teig anfassen und nicht nur eine Uhr ablesen.
Wie viele Sorten es sind
Unser Sortiment umfasst rund fünfzig Artikel — Brote, Semmeln, Feingebäck, Konditorei. Alle mit Namen finden Sie unter Sortiment.
Manches davon gibt es seit Jahrzehnten unverändert. Anderes ist neu dazugekommen, weil sich Nachfrage geändert hat: Vollkorn und Dinkel spielen heute eine deutlich größere Rolle als früher.
Warum die Filialen unterschiedlich lange offen haben
Weil sie unterschiedlich sind. Die Filiale im Donau-Einkaufszentrum folgt den Zeiten des Zentrums und hat bis 20 Uhr offen. Das Hauptgeschäft in Pfakofen schließt schon mittags — dort ist morgens der Betrieb, weil das halbe Dorf vor der Arbeit vorbeikommt.
Die Filialen in den Nahversorgern richten sich nach dem Markt, in dem sie liegen.
Was überall gleich ist: Geliefert wird vor der Öffnung. Wer früh kommt, bekommt die größte Auswahl — das ist keine Verkaufsmasche, sondern schlicht die Folge davon, dass nachts gebacken und nicht nachmittags nachgeschoben wird.
Was am Ende des Tages übrig ist
Am späten Nachmittag ist das Sortiment dünner. Das ist Absicht: Lieber ist am Abend etwas ausverkauft, als dass morgens Ware von gestern im Tresen liegt.
Wenn Sie regelmäßig spät kommen und trotzdem ein bestimmtes Brot möchten — rufen Sie kurz in Ihrer Filiale an. Zurücklegen kostet nichts.
Wer dahintersteht
Geführt wird der Betrieb von zwei Geschäftsführerinnen. Die Namen und die Handelsregisterangaben stehen im Impressum, die längere Geschichte unter Geschichte.
Wir schreiben das nicht aus Formalität: In einer Bäckerei mit elf Standorten ist es keine Selbstverständlichkeit, dass die Entscheidungen im selben Haus fallen wie das Backen. Bei uns ist es so.